Fördermittel für energetische Sanierung

Zuschüsse, Kredite und regionale Programme – ein Überblick

Energetische Sanierungen können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Förderprogramme unterstützt werden. Welche Zuschüsse oder Finanzierungen in Frage kommen, hängt unter anderem von Gebäudeart, Baujahr, Maßnahme, Standort und aktueller Fördersituation ab.

 

Auf dieser Seite erhalten Sie einen orientierenden Überblick über häufig genutzte Förderansätze im Bereich der energetischen Sanierung. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll dabei helfen, Förderlogiken zu verstehen und Maßnahmen sinnvoll einzuordnen.
Welche Programme im konkreten Fall relevant sind, wird immer objekt- und projektbezogen geprüft.

Bundesförderung im Überblick

Energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle

 

Gefördert werden energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle von Bestandsgebäuden. Dazu zählen unter anderem:

  • Dämmung von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern, Außentüren und Toren
  • Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz, z. B. außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung

Diese Maßnahmen bilden häufig die Grundlage für eine nachhaltige energetische Verbesserung und lassen sich sinnvoll mit weiteren Sanierungsschritten kombinieren.

 

Anlagentechnik & Effizienzmaßnahmen 

 

Neben Maßnahmen an der Gebäudehülle können auch energieeffiziente Anlagentechnik und digitale Systeme in Bestandsgebäuden gefördert werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Einbau, Austausch oder Optimierung von raumlufttechnischen Anlagen (RLT) inklusive Wärme- oder Kälterückgewinnung
  • Digitale Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, etwa zur bedarfsgerechten Steuerung von Heizung, Räumen, Beleuchtung oder Verschattung
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Netzdienlichkeit und zur effizienteren Nutzung vorhandener Energie

Gerade intelligente Regelungs- und Automatisierungslösungen, wie sie im Bereich Heizungs- und Raumregelung mit dem Smart Home eingesetzt werden, können einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung leisten und förderfähig sein, sofern die jeweiligen technischen und formalen Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Austausch von Heizungsanlagen

 

Der Austausch oder die erstmalige Installation klimafreundlicher Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden wird im Rahmen der Bundesförderung ebenfalls unterstützt. Die Förderung erfolgt über einen direkten Zuschuss, der bei der KfW beantragt wird. Gefördert wird unter anderem:

  • der Austausch fossiler Heizsysteme gegen klimafreundliche Alternativen
  • der Einbau förderfähiger Heiztechnologien gemäß den jeweils gültigen Fördervoraussetzungen
  • zusätzliche Bonusförderungen, z. B. bei frühzeitigem Heizungstausch oder bestimmten Effizienzmerkmalen

Die konkrete Förderhöhe hängt von der gewählten Technologie, dem Gebäudetyp sowie weiteren Rahmenbedingungen ab.

 

Energetische Sanierung zum Effizienzhaus

 

Für umfassende Sanierungsvorhaben steht ein zinsgünstiger Kredit zur Verfügung, wenn das Gebäude nach Abschluss der Maßnahmen einen definierten Effizienzhaus-Standard erreicht. Gefördert werden unter anderem:

  • Bestandsgebäude mit Bauantrag oder Bauanzeige, die älter als fünf Jahre sind
  • Kredite von bis zu 150.000 € je Wohneinheit
  • Zusätzlicher Tilgungszuschuss, abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Niveau

Dieses Programm eignet sich insbesondere für größere Sanierungsvorhaben und strategische Investitionen.

 

Ergänzende Finanzierung zu Einzelmaßnahmen

 

Für bereits bewilligte Zuschüsse aus Einzelmaßnahmen können zusätzliche Kredite genutzt werden:

  • Ergänzend zu BAFA-Zuschüssen oder geförderten Heizungsmaßnahmen
  • Finanzierung von bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, maximal 120.000 € je Wohneinheit
  • Einkommensabhängige Ausgestaltung (Ergänzungskredit Plus bei Haushaltsjahreseinkommen bis 90.000 €)

Regionale und kommunale Förderprogramme

Neben Bundesförderungen können regionale oder kommunale Programme zusätzliche finanzielle Vorteile bieten. Diese Förderungen sind standort- und projektabhängig und müssen gesondert geprüft werden.

 

 

Gut zu Wissen

In Frankfurt am Main wird die energetische Modernisierung von Wohngebäuden zusätzlich über den Modernisierungsbonus unterstützt. Je nach Maßnahme kann eine zusätzliche Förderung von bis zu 35 % möglich sein. Die konkrete Förderhöhe und Kombinierbarkeit hängt vom jeweiligen Projekt ab.        

Förderung sinnvoll nutzen – nicht verwalten

Welche Förderprogramme sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Gebäudeart und Baujahr, Art und Umfang der geplanten Maßnahmen, die sinnvolle Kombination aus Zuschüssen und Finanzierung sowie regionale Fördermöglichkeiten.

 

Viele Förderprogramme setzen zudem voraus, dass Planung, Beantragung und Umsetzung durch einen qualifizierten Energieeffizienzexperten begleitet werden. Dies dient der Qualitätssicherung, der korrekten Nachweisführung und der Sicherstellung der Förderfähigkeit.

 

Genau hier unterstütze ich Sie: bei der Einordnung geeigneter Förderprogramme, der Kombination von Zuschüssen und Krediten sowie der Vorbereitung der notwendigen Nachweise.

 

Gerne klären wir in einem kurzen Gespräch, welche Förderansätze für Ihr Vorhaben grundsätzlich in Frage kommen.

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